Erfolgreicher Gewürztraminer: Der Wert des Epokale steigt und steigt
Chardonnay, Sauvignon, Pinot Blanc? Nein, jener italienische Weißwein, der auf dem Sekundärmarkt den größten Preisanstieg verzeichnet, ist ein Gewürztraminer. Die Gewürztraminer Spätlese Epokale der Kellerei Tramin, um genau zu sein. Bei Liebhabern und Sammlern ist der edle Tropfen heiß begehrt. Und der Jahrgang 2016 soll ihn noch weiter beflügeln.
Die Fakten gleich vorneweg: Die Gewürztraminer Spätlese Epokale ist eine Preissensation. Auf dem Sekundärmarkt, also dort, wo die bereits im Umlauf befindlichen Bestände gehandelt werden, verzeichnet das Flaggschiff der Kellerei Tramin einen Preisanstieg von bis zu 110 Prozent. Heißt übersetzt: Der Wein gewinnt konstant an Wert – so viel wie kein anderer Weißwein in Italien. Eine Tatsache, die sich sehen lassen kann.
Die Geschichte des Epokale reicht rund 15 Jahre zurück und ist untrennbar mit jenem Mann verbunden, der in den Produktionsräumen der Kellerei Tramin die Zügel in der Hand hält: Willi Stürz. Er war es, der die Grenzen der Rebsorte ausloten und neu definieren wollte. Ein Vorhaben, für das er keine Mühen scheute. Denn der Wein, der daraus entstand, ist schon allein wegen seines Herstellungsvorgangs etwas Außergewöhnliches. In völliger Dunkelheit reift er sechs Jahre in einem Bergwerkstollen bei konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit, bevor er den Weg in die Verkaufsregale findet.
Der aktuellste Jahrgang auf dem Markt hat beste Voraussetzungen, die Erfolgsgeschichte des Epokale weiterzuschreiben. „2016 war einer der besten Jahrgänge für Gewürztraminer in der jüngsten Vergangenheit“, erklärt Önologe Willi Stürz. „Dank optimaler Wetterbedingungen konnten wir die Trauben Ende Oktober mit einer leichten Überreife ernten. Aufgrund des breiten Aromaspektrums entstand daraus ein sehr reicher, konzentrierter Wein, der an den Jahrgang 2009 erinnert.“ An jenen Jahrgang, der das Debüt der Spätlese markierte. Und der von Robert Parker, The Wine Advocat, mit 100/100 Punkten bewertet wurde. Na dann: Ad maiora.